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Tagesgeld Grundlagen

icon1 Veröffentlicht in der Kategorie Geldanlage

Beim Tagesgeld handelt es sich um eine flexible Spareinlage, die in einem speziellen Tagesgeldkonto geführt wird. Praktisch jede Privatkundenbank hat ein entsprechendes Angebot im Sortiment. Dieses Marktsegment ist besonders hart umkämpft und wird in den Medien offensiv beworben. Die Banken versuchen über attraktive Zinskonditionen neue Tagesgeld-Kunden zu gewinnen.

Der Anleger profitiert von der besonderen Flexibilität des Tagesgeldes. Die Spareinlage ist an keine festen Laufzeiten oder Kündigungsfristen gebunden und täglich in voller Höhe verfügbar. Im Gegensatz zum Festgeld behält der Anleger stets den vollen Zugriff auf sein Kapital und kann sein Vermögen bei steigenden Leitzinsen kurzfristig in andere Geldanlagen investieren.

Der Tagesgeldzinssatz ist in erster Linie abhängig vom Leitzins der Europäischen Zentralbank und bleibt stets variabel. Die Bank behält sich das Recht vor, den Zinssatz entsprechend der Marktlage anzupassen. In der Praxis können die Tagesgeldzinsen sowohl fallen als auch steigen, sind also variabel daher bieten manche Portale einen tagesaktuellen Tagesgeldzinsen Vergleich an. Als Faustregel gilt: Wenn der Leitzins sinkt, fallen auch die Zinsen.

Ein Tagesgeldkonto, das zu attraktiven Konditionen eröffnet wurde, kann durchaus binnen weniger Monate nur noch eine durchschnittliche Verzinsung aufweisen. Der Anleger ist gut beraten, stets die Zinsentwicklung im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu einer anderen Bank zu wechseln. Vor dem Wechsel sollte man stets den kostenlosen Service von einem Tagesgeldrechner in Anspruch nehmen. Dieser vergleicht die aktuellen Angebotskonditionen der einzelnen Banken und gibt nützliche Empfehlungen ab.

Viele Banken machen beim Tagesgeld einen Unterschied zwischen Neu- und Bestandskunden. Neukunden kommen häufig in den Genuss höherer Tagesgeldzinsen, während Bestandskunden sich mit schlechterer Verzinsung zufrieden geben müssen. Die Banken spekulieren hier auf die Bequemlichkeit der Altkunden, die allzu oft einen Bankenwechsel scheuen und sich mit ihrem Zinssatz zufrieden geben. Ein Fehler, der in der Praxis bares Geld kostet. Neukunden sollten auf Angebote mit Zinsgarantie achten. Dabei handelt es sich um einen fest vereinbarten Zeitraum nach Eröffnung des Tagesgeldkontos, in dem der anfängliche Zinssatz garantiert wird. Nach dem Ablauf der Zinsgarantie erfolgt häufig die Zinssenkung. Clevere Anleger wechseln dann zu einer anderen Bank und nutzen deren Zinsgarantie. Auf diese Art kommen sie stets in den Genuss von hohen und festen Tagesgeldzinsen.

Der Zeitpunkt der Zinsausschüttung ist von Angebot zu Angebot unterschiedlich und schwankt zwischen monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Zeiträumen. Insbesondere bei hohen Anlagesummen ist dieser Zeitpunkt relevant für die spätere Rendite. Bei monatlicher Kapitalisierung erhöhen die auflaufenden Zinserträge die Spareinlage und sorgen so für höhere Gesamterträge. Bei jährlicher Ausschüttung fällt der sogenannte Zinseszins-Effekt deutlich geringer aus, da die Zinserträge nicht sofort mit verzinst werden.

Das Tagesgeld gehört zu den konservativen Formen der Geldanlage und wird durch die gesetzliche Einlagensicherung Deutschlands zu 100% abgesichert. Dies gilt für Beträge bis zu einer Höhe von 50.000 Euro und unter der Bedingung, dass die entsprechende Bank ihren Hauptsitz in Deutschland hat.

Fazit:
Tagesgeldkonten bieten eine überdurchschnittliche Verzinsung und eignen sich zur Anlage von kurzfristig verfügbarem Kapital, welches ansonsten beispielsweise unverzinst auf dem Girokonto liegen würde. Der Anleger bleibt flexibel und profitiert von 100% Einlagensicherheit. Das Tagesgeldkonto gehört zu den unverzichtbaren Geldanlagen, über die jeder Anleger verfügen sollte.

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